Winter-Blues Rezepte

Ein Grund für den „sogenannten Winterblues“  ist unter anderem der Mangel an Tageslicht.  Der Körper produziert in der Dunkelheit vermehrt das Schlafhormon Melatonin während es uns an dem Muntermacher Serotonin fehlt. Dass ein Serotoninmangel zu depressiven Verstimmungen führt haben zahlreiche Studien gezeigt. Abhilfe schafft hier zunächst  mehr Licht. Die beste Lichttherapie ist ein Spaziergang von 30 – 60 Min im freien ohne Sonnenbrille oder ersatzweise eine Tageslichtlampe  mit einer  Stärke von  10.000 Lux. Doch auch über die Nahrung lässt sich die Produktion von Serotonin ankurbeln.

 

 

In unserem Verdauungssystem befinden sich 95% des im Körper vorhandenen Serotonins, in speziellen Zellen der Darmschleimhaut, die das Serotonin mithilfe der aufgenommenen Nahrungsbausteine produzieren. Serotonin kann aber leider nicht die Blut-Hirnschranke passieren und so kann der Körper auf diesen Vorrat  im Darm nicht zurückgreifen. Das Hormon muss selbst hergestellt werden und hierfür braucht es neben den Vitaminen B3 und B6, Magnesium und Zink aber vor allem die essenzielle Aminosäure L-Tryptophan. Tryptophan findet man vorwiegend in eiweißhaltiger Nahrung z.B. Parmesan, Sojabohnen, Erbsen, Cashewkernen, Eiern, Walnüssen, Haferflocken, ungeschältem Reis, Amaranth , Quinoa und vor allem in Datteln und Bananen.

 

 

Achtung: Ein regelrechter Serotonin Räuber ist Aspartam . Aspartam ist in Süßstoff, vielen Light- Produkten, Kaugummis  und Fertigprodukten zu finden.

 

 

Für eine gesteigerte Aufnahme der Aminosäure ist es empfehlenswert, tryptophanhaltige Lebensmittel mit kurzkettigen Kohlenhydraten zu kombinieren. Diese sorgen für eine Insulinausschüttung, welche die Zellen aufnahmefähiger machen. Ebenfalls günstig für die Aufnahme ist es, entsprechend tryptophanreiche Lebensmittel in kleinen Portionen über den Tag verteilt zu essen.

 

 

So nun hier zu 2 leckeren Rezepten gegen Winterblues

 

 

Glückskekse:

 

180 Gramm Mandeln oder Nüsse, 40 Gramm Sesamsamen und 50 Gramm Haferflocken vermischen und kleinhacken: In einer zweiten Schüssel 160 Gramm weiche Butter, 2 El Tahin (Sesampaste) und 130 Gramm Rohrzucker mit dem Schneebesen verrühren. Man kann auch weniger Zucker verwenden und 50 Gramm kleingehackte Trockenfrüchte z.B. Aprikose, Datteln, Feigen oder Rosinen nehmen. Dann rührt man die abgeriebene Schale von zwei Bio Zitronen oder Bio Orangen, 1 TL gemahlenen Zimt, ½ TL Kardamom, ½ TL Vanille Pulver, ½ TL Ingwer Pulver, 1MSp Nelkenpulver, 1 Msp. Muskatnuss und eine Prise Salz unter die Buttermasse. Anschließend gibt man die Nüsse-Sesam Mischung dazu, verknetet alles  und hebt noch 160 Gramm Dinkelmehl unter, dann alles zu einem Glatten Teig verkneten, Ein Backblech mit Backpapier auslegen, mit zwei Teelöffeln kleine Teigmengen auf das Blech geben und etwas flach drücken. ( ca.1cm Höhe) Bei 170Grad 15-20 Minuten goldbraun backen.

 

 

Stimmungsaufhellender Smoothie:

 

Für zwei Gläser: 1 Banane, 3 Datteln (entstein) 1 EL Hanfsamen, 1 TL frisch geriebener Ingwer und je eine Prise Zimt, Kardamom und Nelken(alles frisch gemahlen) im Mixer pürieren. Anschließend 300ml Hafermilch mit 100ml Hafersahne auf 50 Grad erhitzen zu Frucht-Püree geben und im Mixer cremig aufschlagen.

 

 

 

Vanille, Ingwer, Kurkuma und Zimt heben die Stimmung.

 

 

 

Doch neben den körperlichen Ursachen gibt es vor allem seelische Ursachen.  Welche seelischen Ursachen stecken hinter Depressionen

 

 

 

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